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Kuchl in römischer Zeit

Gutshöfe, Gräberfelder, der Georgenberg und eine verschollene Straßenstation

Begleitend zur heurigen Sonderausstellung „Worauf wir stehen – Funde aus Kuchl“ des MuseumKuchl findet am Mittwoch, dem 19.9.2018 um 19.00h im Gasthof Goldene Stiege in Kuchl einDoppelvortrag mit Landesarchäologe Dr. Raimund Kastler und Dr. Felix Lang (Universität Salzburg) statt.

GEORGENBERG

Unter dem Titel „Kuchl in römischer Zeit - Gutshöfe, Gräberfelder, der Georgenberg und eineverschollene Straßenstation“ werden mehrere römische Fundstellen im heutigen Gemeindegebietbeleuchtet. Die Forschungen der letzten Jahre haben dabei viele wichtige neue Erkenntnisseerbracht. In der Kaiserzeit (1.-3. Jahrhundert n. Chr.) war das Siedlungsgebiet durch großeEinzelgehöfte, sog. Villae rusticae, geprägt, die eigene Gräberfelder hatten. Dieselandwirtschaftlichen Betriebe wiesen Wandmalerei, Mosaiken und Fußbodenheizungen auf. Obligatwar auch ein durchaus luxuriös ausgestatteter Badetrakt auf dem Landgut des Besitzers. Diesergehörte in der Regel zur lokalen Oberschicht und übte politische Ämter in der Stadt Iuvavum/Salzburgaus. Durch die römische Reichsstraße, deren Verlauf sich weitgehend mit der heutigen Römerstraßedeckt, konnten die Produkte schnell und kostengünstig transportiert werden. An der Straße sollte sichauch eine Straßenstation befinden, wie die Tabula Peutingeriana, eine mittelalterliche Kopie einerspätantiken Straßenkarte, nahelegt. Auf dieser ist 14 Meilen südlich von Iuvavum Cuculle/Kuchlvermerkt. Die Entfernungsangabe verweist auf den Nahbereich des Georgenberges, auf dem sich einHeiligtum befunden haben dürfte. In der Spätantike (4./5. Jahrhundert n. Chr.) zog sich dieBevölkerung aufgrund der unsicheren politischen Situation von der Ebene auf die geschützteHochfläche des Georgenberges zurück. Durch die Legende des heiligen Severin, die Vita sanctiSeverini des Eugippius sind sowohl eine Kirche (ecclesia) als auch der Name der Siedlung überliefert:castellum Cucullis.

Die Sonderausstellung „Worauf wir stehen – Funde aus Kuchl“ behandelt einerseits dieBesiedelungs- und Grabungsgeschichte Kuchls und andererseits die modernenForschungsmöglichkeiten heutiger Archäologie, wie sie auch aktiv im Rahmen desMuseumsprojektes „Archäologie Georgenberg“ eingesetzt werden. Die Sonderausstellung ist noch bis21.10.2018, jeweils Fr.-So., 15.00 – 18.00h geöffnet.

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