Willkommen im Museum Kuchl

Das Museum Kuchl lädt zu einer fundierten Auseinandersetzung mit der Geschichte der Marktgemeinde Kuchl und ihres Umlandes ein. An einem Standort, der bereits in der Römerzeit von überregionaler Bedeutung war, eröffnen sich Einblicke in die Lebenswelten vergangener Jahrhunderte – von archäologischen Funden über regionale Handwerkskunst bis hin zu historischen Ereignissen, die die Entwicklung des Ortes nachhaltig geprägt haben.

Als Regionalmuseum widmet sich das Museum der Bewahrung, Erforschung und Vermittlung des kulturellen Erbes von Kuchl. Die Präsentationen machen historische Zusammenhänge nachvollziehbar und stellen die Menschen, ihre Lebensbedingungen und ihre Handlungsspielräume in den Mittelpunkt.

Im Zentrum steht eine Dauerausstellung, die die Geschichte der Region epochenübergreifend von der Antike bis in die Gegenwart darstellt. Sie bietet fundierte Einblicke in Siedlungsgeschichte, Alltagskultur, Handwerk und gesellschaftliche Strukturen. Ergänzt wird diese durch biennale Sonderausstellungen, die sich jeweils vertiefend unterschiedlichen historischen, kulturellen oder gesellschaftlichen Themen widmen. Darüber hinaus präsentiert das Museum regelmäßig Kunstausstellungen, die zeitgenössische und regionale künstlerische Positionen zeigen und das Haus als lebendigen Ort des kulturellen Austauschs positionieren.

Gertrud Fischbacher

Spuren der Erinnerung

Das Haus Kuchl, Markt Nr. 2, hat eine reiche Vergangenheit, die eng mit dem Leben meines Großvaters Josef Seiwald (1893-1981) verbunden ist.

Diese Geschichte erzähle ich auf mehreren Ebenen. Dabei sind Dokumente und Fotografien aus Familienbesitz sowie Interviews mit Zeitzeugen Quellen meiner künstlerischen Arbeit.

Erinnerung ist immer subjektiv und durch persönliche Erfahrungen geprägt.

Im besten Fall wird daraus Geschichte, im schlechtesten Fall verschwindet sie im Vergessen. Familiäre Erzählungen verlieren sich oft nach zwei bis drei Generationen. Wenn Erzählungen und direkte Erfahrungen fehlen – weil keine Zeitzeugen mehr befragt werden können – entsteht ein Vakuum, das Distanz schafft – zur Geschichte, zu den Menschen, zu den Geschehnissen.

Deshalb ist die Pflege von Erzählungen, das Sichtbarmachen subjektiver Perspektiven und das Festhalten an individuellen Erinnerungen ein Akt der Verantwortung gegenüber der historischen Wahrheit.

Die Ausstellung wird ab Mai 2026 wieder zu sehen sein
Der Öffnungstermin wird noch bekanntgegeben